Kategorie: Aus der Compagnie

  • Steckbrief: Ricardo Urbina

    Steckbrief: Ricardo Urbina


    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Ricardo Urbina.

    Name: Ricardo Urbina
    Geburtsdatum und -ort: 26.5.1996 in Torreón, Coahuila, Mexiko
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2018. Bundesjugendballett 2016-2018

    Lieblingsfarbe: Ein dunkles Türkis
    Lieblingsfilm: Mein inneres Disney-Kind möchte »Aladdin« sagen. Aber ich liebe auch »The Breakfast Club«
    Lieblingssong: Alles, was mich in Stimmung und zum Singen bringt. Ein guter Song wäre zum Beispiel »Dance Monkey« von Tones and I

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    … ein Arzt oder Biochemiker, ich habe mich immer für Chemie, Biologie, Naturwissenschaften, Mathematik usw. interessiert.

    Ricardo Urbina als Fritz in »Der Nussknacker« mit Artem Prokopchuk und Illia Zakrevsky © Kiran West

    Welche ist deine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett?
    Jede einzelne Vorstellung ist eine gute Erinnerung. Ich liebe es, mit meinen Freunden und Kollegen auf der Bühne ein gutes Lachen, Lächeln oder sogar einen Blick zu teilen. Es sind diese kleinen Dinge, an die ich gerne zurückdenke, wenn ich eine Vorstellung beende oder wenn ich mit meiner Familie und meinen Freunden im Ausland über die Compagnie spreche. Es ist diese besondere Verbindung, die man auf und neben der Bühne herstellt!

    Eine weitere schöne Erinnerung: Als ich die unvergleichliche und einzigartige Madoka Sugai während des zweiten Aktes von »Bernstein Dances« küssen durfte, ich verkörperte die Rolle der »Liebe«. Sie ist eines meiner Vorbilder; ich möchte wie sie sein, wenn ich älter bin!

    Ricardo Urbina als Love in »Bernstein Dances« © Kiran West

    Du bist aus Mexiko nach Hamburg gekommen, um deine Ausbildung hier abzuschließen. Welche mexikanischen Traditionen hast du mitgebracht?
    Ich trage definitiv die Tradition des »Dia de los Muertos« mit mir, weil sie in meiner Familie sehr präsent ist. Ich bin damit aufgewachsen, den Tod als Teil des Lebenskreises zu ehren und zu feiern. Wenn du den Film »Coco« noch nicht gesehen hast, würde ich ihn dir sehr empfehlen. Was mich aber am meisten reizt, ist, überall neue Traditionen zu schaffen und zu hinterlassen.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Ich liebe eine gute Komödie, aber mein Blut schreit nach mexikanischen Telenovelas, also genieße ich auch eine gute dramatische Show.

    Bücher oder Filme?
    Es hängt wirklich davon ab, worauf ich mich einlassen möchte, also würde ich beides sagen.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören, wenn ich weiß, dass ich etwas lernen kann und Sprechen, wenn ich gehört werden möchte.

    Früher Vogel oder Nachteule?
    Frühaufsteher, schon immer.

    Sommer oder Winter?
    Sommer in Mexiko, Winter an jedem Ort mit Schnee.

    Berge oder Meer?
    Ich bin in der Wüste aufgewachsen, also war das Meer ein Ort, den ich mit meiner Familie genießen konnte. Also Meer.

    Familie oder Freunde?
    Immer Familie sowie Freunde, die zur Familie gehören.

    Tee oder Kaffee?
    Heiße Schokolade, ohne Zweifel.  

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen für meine Familie und mich, Bestellen mit Freunden.

    Alster oder Elbe?
    Elbe.

    Nathalia Schmidt

  • Steckbrief: Alessandro Frola

    Steckbrief: Alessandro Frola

    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Alessandro Frola.

    Name: Alessandro Frola
    Geburtsdatum und –ort: 03.09.2000 in Parma, Italien
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2019

    Lieblingsfarbe: Rot
    Lieblingsfilm: »Durchgeknallt«, Regie: James Mangold
    Lieblingssong: »Sacrifice« von Elton John

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    … Musical-Darsteller.

    Alessandro Frola und Mirabelle Seymour in John Neumeiers Geburtstags-Gala »The World of John Neumeier« © Kiran West

    Welche ist deine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett?
    Meine schönste Erinnerung sind die Vorstellungen von »Weihnachtsoratorium I-VI«. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten während des Probenprozesses, aber auf der Bühne hat es dann sehr viel Spaß gemacht.

    Alessandro Frola als bisher jüngster Lysander in »Ein Sommernachtstraum« © Kiran West

    Du warst der »jüngste Lysander aller Zeiten« in »Ein Sommernachtstraum«. Wie hast du dieses Debüt erlebt?
    Die Generalprobe war ein sehr stressreicher Tag. Ich hatte nicht sehr viel Zeit, um die Choreographie einzustudieren und ich gebe offen zu: ich habe ein paar Schritte vergessen.
    Abgesehen davon war es einer der besten Tage meines Lebens. Ich war sehr aufgeregt, aber voller Adrenalin und Verlangen zu tanzen.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Comedy.

    Bücher oder Filme?
    Filme.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören.

    Früher Vogel oder Nachteule?
    Nachteule.

    Sommer oder Winter?
    Sommer.

    Berge oder Meer?
    Meer.

    Familie oder Freunde?
    Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Alster.

    Lisa Zillessen

  • Steckbrief: Priscilla Tselikova

    Steckbrief: Priscilla Tselikova

    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Priscilla Tselikova.

    Name: Priscilla Tselikova
    Geburtsdatum und -ort: 15.3.90 in Sydney, Australien
    Engagement:
    Hamburg Ballett seit 2009

    Lieblingsfarbe: Pink
    Lieblingsfilm: Ich habe viele Lieblingsfilme, z.B. »Braveheart«, »The Notebook« und »Gladiator«
    Lieblingssong: Pachelbels »Kanon in D-Dur«

    Wenn ich keine Tänzerin wäre, wäre ich …
    Physiotherapeutin, weil ich mich schon immer für den menschlichen Körper interessiert habe.

    Die »Matthäus-Passion« im Tschaikowsky-Konzertsaal in Moskau 2017 © Kiran West

    Welche ist deine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett?
    Ich fühle mich sehr privilegiert, Teil des Hamburg Ballett zu sein und habe über die Jahre viele tolle Erfahrungen gesammelt. Es ist schwer, nur eine auszuwählen. Aber eine Erfahrung, die mir in den Sinn kommt, war eine ganz besondere: Als wir nämlich 2017 die »Matthäus-Passion« in Moskau aufführten. Wir tanzten in einer sehr intimen Umgebung, in der das Publikum während der gesamten Aufführung für uns sichtbar war, was uns das Gefühl einer enormen Verbundenheit gab. Es war eine besondere Vorstellung, die mir sehr viel bedeutet und die ich nie vergessen werde.

    Du befindest dich im siebten Monat deiner Schwangerschaft. Trainierst du noch und wenn ja, wie sieht dein Training im Moment aus?
    Es ist wichtig, während der Schwangerschaft aktiv zu bleiben, so dass ich ein paar Mal pro Woche trainiere. Ich kann aber nur die Übungen an der Stange durchführen, da mein Gleichgewicht komplett anders ist. Ich mache auch Fuß- und Knöchelübungen im Sitzen, um meine Füße zu trainieren. Und ich gehe spazieren, um fit zu bleiben.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Comedy.

    Bücher oder Filme?
    Filme.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören.

    Früher Vogel oder Nachteule?
    Nachteule.

    Sommer oder Winter?
    Sommer.

    Berge oder Meer?
    Meer.

    Familie oder Freunde?
    Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Alster.

    Katerina Kordatou

  • Steckbrief: Chiara Ruaro

    Steckbrief: Chiara Ruaro


    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Chiara Ruaro.

    Name: Chiara Ruaro
    Geburtsdatum und -ort: 6.4.1999 in Bassano del Grappa, Italien
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2018

    Lieblingsfarbe: Ein helles Pastellrosa
    Lieblingsfilm: »Die kleine und die große Liebe« und »Harry Potter«
    Lieblingssong: »Alba Chiara« von Vasco Rossi und »What’s Up?« von 4 Non Blondes

    Wenn ich keine Tänzerin wäre, wäre ich …
    Ich konnte mir noch nie mein Leben ohne Tanzen vorstellen, es war schon immer mein Sicherheitspunkt im Leben, etwas was mich wirklich vollständig macht. Aber wenn wir jetzt in einem Paralleluniversum wären, wäre ich gerne eine Näherin bzw. eine Modedesignerin. Ich würde einen Beruf wählen, der mit Kreativität und Basteln zu tun hat.

    Chiara Ruaro als einer der Schwäne in »Illusionen – wie Schwanensee« © Kiran West

    Welche ist deine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett?
    Die schönste Erinnerung, die ich habe, ist, als ich zum ersten Mal das Ballett »Nijinsky« tanzen durfte. Ich hatte es zuvor gleich viermal vom Publikum aus gesehen und es wurde zu meinem Lieblingsballett. Es war faszinierend zu beobachten, wie meine Gefühle und Gedanken als Zuschauerin sich ändern und ergänzen, wenn man Teil der Geschichte wird. Es war ein fast merkwürdiges Gefühl, und das hat mich echt bewegt, weil ich mich wirklich als ein Teil von Nijinskys Wahnsinn verstanden habe. Jedes Mal, wenn ich die Musik höre, bekomme ich Gänsehaut.

    Chiara Ruaro (vorne Mitte) mit Schüler*innen der Ballettschule in »On the Town« © Kiran West

    In deiner Freizeit bist du sehr kreativ mit Handarbeiten wie Häkeln und Stricken. Wie bist du dazu gekommen?
    Ja, ich verbringe die meiste Zeit meiner Freizeit mit etwas zum Häkeln in den Händen. Ich habe in meiner Quarantäne während des ersten Lockdowns damit angefangen. Nachdem ich mein tägliches Ballett-Training am Vormittag beendet hatte, gab es für mich nicht mehr viel zu tun, da man (trotz des schönen Wetters) das Haus nicht wirklich verlassen konnte. Also wollte ich die Gelegenheit nutzen, um etwas zu machen, das mich schon immer fasziniert hat. Ich habe mir alte Fäden und Häkelnadeln von meiner Oma ausgeliehen und mir viele YouTube-Videos angesehen, um das Handwerk zu lernen. Seitdem kann ich nicht mehr damit aufhören! Wenn ich häkele, kann ich mich richtig entspannen. Ich finde damit meine Ruhe.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Drama.

    Bücher oder Filme?
    Bücher.

    Zuhören oder Sprechen?
    50% Zuhören und 50% Sprechen.

    Früher Vogel oder Nachteule?
    Früher Vogel.

    Sommer oder Winter?
    Ich mag den Frühling am liebsten. Es bringt Hoffnung. Der Frühling ist die Zeit der Wiedergeburt und des Aufblühens.

    Berge oder Meer?
    Meer.

    Familie oder Freunde?
    Familie, denn auch Freunde sind Teil meiner Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Immer Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Elbe.

    Nathalia Schmidt

     

  • Steckbrief: Marià Huguet

    Steckbrief: Marià Huguet

    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Marià Huguet.

    Name: Marià Huguet
    Geburtsdatum und –ort:
    18.05.1996 in Girona. Spanier.
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2016, New English Ballet Theatre in 2015

    Lieblingsfarbe: Blau.
    Lieblingsfilm: »Good Will Hunting«
    Lieblingssong: Alles, was von Silvia Pérez Cruz gesungen wird.

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    Ich weiß nicht, was ich wäre, wenn ich kein Tänzer wäre, aber ich mag die Natur und Malen sehr gerne.

    Marià Huguet als Anna Kareninas Sohn Serjoscha in »Anna Karenina« © Kiran West

    Welche ist deine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett?
    Meine schönste Erinnerung mit dem Hamburg Ballett war die Kreation von »Anna Karenina« während meiner ersten Spielzeit.

    Marià Huguet bei einer Kreationsprobe zu »Ghost Light« © Kiran West

    Warum Ballett? Wer oder was hat dich zum Tanzen inspiriert?
    Der Tanz kam zufällig in mein Leben. Ich hatte Glück Maria Elvira Buck Gili, meine erste Lehrerin, zu treffen, die mir nicht nur Ballett beigebracht hat, sondern auch, wie wichtig harte Arbeit und Engagement sind. Ich bin der Meinung, dass diese Werte und die wiederkehrenden Herausforderungen dieser Kunstform das sind, warum ich weiterhin tanze.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Definitiv beides.

    Bücher oder Filme?
    Bücher.

    Zuhören oder Sprechen?
    Ich bin der Meinung, dass es für alles den richtigen Moment gibt. Also beides.

    Früher Vogel oder Nachteule?
    Weder noch. Es gibt ein paar Stunden am Mittag, in denen ich vielleicht ein bisschen produktiv bin.

    Sommer oder Winter?
    Sommer.

    Berge oder Meer?
    Das Meer.

    Familie oder Freunde?
    Familie und Freunde, die zur Familie werden.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Elbe.

    Lisa Zillessen

  • Abschied von Jean-Jacques Defago

    Abschied von Jean-Jacques Defago

    Manchmal beginnt ein Lebensweg nicht mit einem lauten Paukenschlag, sondern mit einem stillen Zufall. So war es bei Jean-Jacques Defago, der seit 1979 ein fester Bestandteil des Hamburg Ballett ist. Bis 2000 tanzte er in John Neumeiers Compagnie, seitdem ist er Mitarbeiter der Abteilung Kommunikation und ist bis heute verantwortlich für die Webseite und digitale Inhalte. Nun ist es Zeit, Abschied von ihm zu nehmen.

    Wie alles begann? Jean-Jacques war bereits 18 Jahre alt, als er durch einen Zufall erfuhr, dass es in seinem Geburtstort Monthey, einer Gemeinde im Kanton Wallis in der Schweiz, eine Ballettschule gab. Zwei Stunden Unterricht pro Woche – das war sein Einstieg in eine Welt, die bald sein Leben verändern sollte. Ein Jahr später, mit 19, besuchte er einen Sommerkurs in Cannes am Centre de Danse International von Rosella Hightower. Dort traf er auf die ehemalige Direktorin der Schule, Rosella Hightower, und dann nahm alles Fahrt auf. Sie trat auf ihn zu, beeindruckt von dem, was sie gesehen hatte. Und fragte ihn, auf welcher Ballettakademie er sei. Und er antwortete wahrheitsgemäß, dass er auf eine kleine Schule in einem Schweizer Dorf unterrichtet werde, nicht an einer renommierten Akademie. Als sie ihn fragte, ob er Tänzer werden wollte, zögerte er nicht lange – und sagte dann, ja, das wäre ein Traum, aber es sei unmöglich, wie solle er seinen Eltern sagen, dass er professionell tanzen möchte? Doch Rosella Hightower lächelte nur und sagte: »Sag nichts. Ich werde ihnen schreiben und deinen Eltern versichern, dass du eines Tages einen Job als Tänzer erhalten wirst.« Sie hielt Wort. Drei Wochen später packte er seine Sachen – und zog für drei Jahre zum Tanzstudium an die Ballettschule nach Cannes.

    Pas de deux-Klasse beim Centre de danse international Rosella Hightower (Cannes) / Jean-Jacques Defago und Mylène Rathfelder

    Nach seiner Ausbildung folgten zahlreiche Vortanzen: Genf, Zürich, Düsseldorf, München, Frankfurt – er hatte überall ein Angebot für ein Engagement. Und doch wartete er auf eine bestimmte Zusage: Hamburg. Damals war das Hamburg Ballett unter John Neumeier der Ort, an den alle wollten. Nur Hamburg ließ sich Zeit. 205 Bewerber*innen kamen damals zum Vortanzen. Er ging zurück nach Genf – und wartete. Dann, drei Wochen später, kam die Antwort. In Form eines Telegramms: »Jean-Jacques Defago. Centre de Dance Cannes. Offer contract letter follows. John Neumeier.« Er war überglücklich. Und Rosella Hightower sollte mit ihrer Aussage Recht behalten.

    Telegramm (19.12.1978)

    Ein Leben in Bewegung

    In Hamburg begann ein neues Kapitel. Und er wollte nie wieder weg. Die Arbeit mit John Neumeier war einzigartig – kreativ, fordernd, inspirierend. Er sagt selbst, dass er nie der Tänzer mit der makellosen Technik war. Bei seinem Vortanzen in Hamburg sei es ihm zum ersten Mal gelungen, die double tours nach links auszuführen. Aber er konnte Geschichten erzählen, Rollen verkörpern, Emotionen auf die Bühne bringen. Und das tat er – über Jahre hinweg – auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper und auf Tourneen weltweit. In seinen 21 Jahren als aktiver Tänzer kreierte John Neumeier mit ihm mehrere Solorollen in seinen Balletten, darunter in »Requiem« und »Matthäus-Passion«.

    »Requiem« (Premiere in Salzburg, 1991) / Anna Grabka und Jean-Jacques Defago © Holger Badekow

    Zu seinem Repertoire gehörten u. a. eine Hauptrolle in »Tristan« und Soli in »Magnificat« sowie in der »Dritten« und »Fünften Sinfonie von Gustav Mahler«. Er war auch in Balletten von Jerome Robbins, José Limón, Antony Tudor und George Balanchine zu sehen. In späteren Jahren tanzte er häufig noch als Bruder Lorenzo in »Romeo und Julia« oder als Herzog in »Die Kameliendame«.

    Probe von »Tristan« (Hamburg, 1985) / Choreografie: John Neumeier / Gigi Hyatt und Jean-Jacques Defago © Holger Badekow

    Mit Anfang 40 wurde es auf der Bühne etwas ruhiger für ihn. Und er fand langsam seinen Weg in andere Bereiche der Compagnie. Zunächst half er in der Presseabteilung aus. Als der damalige Pressesprecher plötzlich zur Metropolitan Opera wechselte – mitten in der Spielzeit – übernahm er kurzerhand dessen Aufgaben. Und das direkt vor einer wichtigen Paris-Tournee im Jahr 2000, bei der die Compagnie John Neumeiers Ballett »Illusionen – wie Schwanensee« im Théâtre du Châtelet tanzte. Er übersetzte Teile des Programmheftes ins Französische. Ganz selbstverständlich. Er musste Yves Saint Laurent in der Vorstellung begleiten und dann auf der Bühne (er kam gleich zweimal zur Vorstellung). Der Modeschöpfer wollte mit John Neumeier sprechen, er war begeistert von seiner Arbeit und interessiert an einer Zusammenarbeit, leider kam es nie dazu. Später wurde Saint Laurent krank und starb 2008. Doch allein die Vorstellung dieser Zusammenarbeit lässt noch heute etwas in Jean-Jacques leuchten.

    Ausschnitt aus einem Artikel in »Die Welt« (4.12.1998) über die Hamburg Theater online: Wie sich Hamburger Bühnen im Internet präsentieren © Die Welt

    Erster im Netz

    Ende der 90er-Jahre, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen, hielt er zum ersten Mal ein Computer in den Händen. Und sah, dass das American Ballet Theatre eine eigene Website hatte. Kein Profi, keine Agentur hatte sie gestaltet, sondern eine Tänzerin der Compagnie. Er war fasziniert – und wollte das auch. Er lieh sich einen Computer, brachte sich HTML und Webdesign autodidaktisch bei. Was er aufbauen wollte, war mehr als eine Seite mit einer Telefonnummer für den Ticketverkauf. Er wollte mehr: Stückinformationen sammeln, Spielpläne, Biografien der Tänzer*innen und Hintergründe – ein echtes digitales Archiv. 1998 ging der erste Online-Auftritt des Hamburg Ballett live. Komplett selbst erstellt. Nicht programmiert im klassischen Sinn, aber gestaltet, strukturiert, organisiert – aus dem Nichts. Vorlagen oder Templates gab es nicht. Alles war damals noch Handarbeit. Nach etwa 15 Jahren entschied er sich, die Ballettseite mit der Website der Staatsoper zu integrieren. Der Aufwand wurde größer, der Pflegebedarf stieg. Auch visuell war der ursprüngliche Auftritt nicht mehr zeitgemäß. Die Fusion war der logische Schritt. Doch bis zum Sommer 2025 pflegt er die Eingabe der Daten und Informationen selbst.

    Erste Premiere mit dem Hamburg Ballett: »Songfest« (1979) / Choreografie: John Neumeier / Jean-Jacques Defago und Jean-Christophe Maillot © Holger Badekow

    »Ich bin einfach stur«, sagt er heute. Und meint das als eine seiner größten Stärken. Er sei ohne klassische Ausbildung und vom Alter her recht spät Tänzer geworden, und er habe ohne Vorkenntnisse eine professionelle Website aufgebaut. Was ihn dabei stets begleitet hat: ein Auge für das Visuelle. In Hamburg erlebte er die enge Zusammenarbeit zwischen John Neumeier und dem Designer Peter Schmidt – und lernte viel durch bloßes Beobachten. Warum machte Peter Schmidt etwas so und nicht anders? Dieses Gefühl für Gestaltung hat er sich im Laufe der Jahre angeeignet.

    »Matthäus-Passion« (vor dem Salzburger Dom, 1984) / Ivan Liska, John Neumeier und Jean-Jacques Defago © Schaffler

    Und jetzt, ein Leben im Dolce Vita? Nicht nur! Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs ist er zwar gerade in Nervi, einem Stadtteil in Genau, wo gerade das Nervi International Ballet Festival stattfindet unter der neuen künstlerischen Leitung von Jacopo Bellussi – ehemaliger Erster Solist des Hamburg Ballett. Aber ein neues Projekt wartet schon: Die Pflege bzw. der Aufbau der Webseite der John Neumeier Stiftung. Dort finden sich bislang nur ein Werkverzeichnis mit Titeln und Jahreszahlen der über 170 Ballette des Choreografen. Er arbeitet daran, die Seite zu erweitern, mit Kontexten, Bildern und Hintergrundinformationen. Weil es wichtig ist und diese Arbeit ihm schon immer großen Spaß gemacht hat.

    Lieber Jean-Jacques, danke, dass du über 45 Jahre lang Teil des Hamburg Ballett warst, wir werden dich hier sehr vermissen!

    Nathalia Schmidt

  • Steckbrief: Aleix Martínez

    Steckbrief: Aleix Martínez


    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Aleix Martínez.

    Name: Aleix Martínez
    Geburtsdatum und -ort:  17.05.92 in Barcelona. Spanier
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2010, Solist ab 2014

    Lieblingsfarbe: Grün
    Lieblingsfilm: »Samsara«, eine Filmdokumentation von Ron Fricke über unsere Existenz als Menschen.
    Lieblingssong: Schwierig zu beantworten. Es hängt vom Moment ab … ich mag Musik sehr; dank meines Vaters war ich schon in jungen Jahren von Musik umgeben.

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    Ich glaube, ich wäre ein Philosoph, obwohl ich einen großen Teil von dem, der ich bin, durch Kreativität gefunden habe. Die größte Inspiration für das Eintauchen in ein neues (choreografisches) Konzept sind Fragen; Fragen, auf die ich keine Antwort habe, durch die aber Inspirationen entstehen, die später im kreativen Prozess dem Raum und den Körpern, mit denen ich arbeite, eine visuelle Form geben.

    Aleix Martínez bei der Kreation von »Shakespeare – Sonette« © Kiran West

    Wie und womit verbringst du deine Zeit in Quarantäne? / Dein Corona DIY-Tipp?
    Ich glaube nicht, dass es einen Tipp gibt, dem man folgen kann … jeder ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse. In meinem Fall habe ich mir die Zeit genommen, die Beziehung zu dem Raum, in dem ich lebe, zu reflektieren und vielleicht ein wenig besser zu verstehen. Ich beobachte gerne …

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Beides. In meiner letzten Kreation zum Beispiel, »Shakespeare – Sonette«, nutze ich auch komische, heitere Elemente, die aber immer wieder von Tragik durchbrochen werden.

    Bücher oder Filme?
    Bücher.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören.

    Frühaufsteher oder Nachteule?
    Nachteule.

    Sommer oder Winter?
    Frühling!

    Berge oder Strand?
    Strand.

    Familie oder Freunde?
    Familie. Für mich sind meine engen Freunde auch ein Teil der Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kommt darauf an …

    Alster oder Elbe?
    Die Elbe atmet weite Welt.

    Nathalia Schmidt

  • Steckbrief: Marc Jubete

    Steckbrief: Marc Jubete



    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Marc Jubete.

    Name: Marc Jubete 
    Geburtsdatum und -ort:  25.12.89 in Reus. Spanier
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2011, Solist ab 2016

    Lieblingsfarbe: Alle Farben gleichzeitig in kleinen Punkten, dunkelgrün und burgunderrot.
    Lieblingsfilm: »Captain Fantastic«, »Patch Adams«, »Free Willy«.
    Lieblingssong: »El Venao« (alle Lieder von Ramón Orlando), »Ocean« (John Butler), »Don’t worry Be happy« (Bobby McFerrin), »Orphée et Eurydice: Quel nouveau ciel« (C.W. Gluck), »Fratres« (Arvo Pärt)

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    Ich mag Sport in der Natur, Tiere, Musik, Anderen zu helfen … Mir ist es wichtig meinen Beruf mit einer Leidenschaft zu verbinden. Also würde ich mich in einem oder allen dieser Bereiche fortbilden.

    Aber ich muss sagen, dass in jedem ein Tänzer steckt – also wäre ich immer noch ein Tänzer.

    Wie und womit verbringst du deine Zeit in Quarantäne? / Dein Corona DIY-Tipp?
    Die Umstände ändern sich in unserem Leben ständig. Ich versuche deshalb, nicht zu abhängig von ihnen zu sein sowie lebendig und neugierig zu bleiben. So bin ich bereit, Probleme zu überwinden und mit ihnen zu leben. Es ist alles ein Gleichgewicht zwischen Schöpfung und Zerstörung.

    Ich verbringe meine Zeit damit, nach dem zu suchen, was mich inspiriert.

    Ein DIY-Tipp: »Wenn du deine Träume leben möchtest, musst du zuerst mit dem Träumen beginnen.« – das ist ein Zitat aus einem Txarango-Lied. Lass dich von deiner Fantasie, Kreativität und deinem Herzen auf unbekannte Wege führen. Du kannst dich ausruhen, wenn du weißt, dass du in Sicherheit bist. Und teile mit anderen! Es ist so wie die Sauerstoffmasken im Flugzeug: Hilf dir selbst, bevor du anderen hilfst. Pass also auf dich auf, aber hilf dann anderen. Vergiss den letzten Teil nicht 😉

    Warum liebst du als Tänzer und Künstler Choreografie und investierst so viel von dir in deine Arbeit?
    Wenn mir jemand den »DIY-Tipp« geben würde, den ich dir gerade gegeben habe, würde mir sofort Tanz und die Choreografie in den Sinn kommen. Denn ich fühle mich durch Tanz lebendig und habe die Möglichkeit, dadurch andere dazu zu bringen, sich auf ihre eigene Weise lebendig zu fühlen. Das gelingt, indem ich durch Tanz Selbst- und Sozialkritik wecke und zugleich daran erinnere, dass wir emotionale und spirituelle Wesen sind.
    Ich glaube, dass diese beiden Schritte in jeder menschlichen Handlung vorhanden sein sollten, damit wir uns immer wieder zu einem »besseren Wir« entwickeln können. So verhindern wir in die Fänge von zum Beispiel Diktatur oder Kapitalismus zu geraten.

    Marc Jubete kreiert mit Yaiza Coll und Marcelino Libao »Shakespeare – Sonette« © Kiran West

    Ich bin süchtig nach Choreografieren! Aber ich habe noch nie und werde auch niemals in Tanz »investieren«, denn eine Investition fordert immer eine Belohnung als letzte Erwartung. Stattdessen widme ich mich dem Tanz so stark, wie es mein Herz mir sagt. Eine »Belohnung« ist nur dann nützlich, wenn sie im Inneren passiert. Tanz ist für mich nicht meine Arbeit, sondern eine Art der Kommunikation – mit mir selbst und mit anderen.

    Ich liebe Tanz, weil ich mich von seiner Schönheit ernähre. Ich liebe Choreografie, weil ich wie der Stein, der ins Wasser fällt, gleichzeitig der Stein und das Wasser sein kann.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Drama.

    Bücher oder Filme?
    Beides.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören.

    Frühaufsteher oder Nachteule?
    Nachteule.

    Sommer oder Winter?
    Sommer.

    Berge oder Meer?
    Beides.

    Familie oder Freunde?
    Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Beides.

    Nathalia Schmidt

  • Steckbrief: Jacopo Bellussi

    Steckbrief: Jacopo Bellussi


    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Jacopo Bellussi.

    Name: Jacopo Bellussi
    Geburtsdatum und -ort:  27.3.93 in Genua. Italiener
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2012, Solist ab 2017, Erster Solist ab 2019

    Lieblingsfarbe: Blau
    Lieblingsfilm: »Das Leben ist schön« von Roberto Benigni  
    Lieblingssong: Alle Songs von Fabrizio De André oder Francesco De Gregori  

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    Wenn ich kein Tänzer wäre, hätte ich gerne Jura studiert und wäre vielleicht Anwalt oder Richter geworden. Es war ein Traum, den ich hatte, noch bevor ich Tänzer werden wollte.

    Jacopo Bellussi und Madoka Sugai proben »Hamlet« © Kiran West

    Wie und womit verbringst du deine Zeit in Quarantäne? / Dein Corona DIY-Tipp?
    Die gesamte Quarantänezeit war ziemlich schwierig, da ich einen Großteil der Zeit in Italien feststeckte. Ich war in meinen Ferien zu Hause, als alles begann und die Situation dort besonders kritisch wurde. Glücklicherweise konnte ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen und mich noch mehr mit ihnen verbinden.

    Ich durfte auch zum ersten Mal seit 14 Jahren meinen Geburtstag zu Hause verbringen, was für mich etwas ganz Besonderes war. Zu guter Letzt war es ein wahrer Genuss, mit meinem Lehrer in meiner alten Schule privat für Ballett und Pilates trainieren zu können. Das hat mir geholfen körperlich als auch geistig in Form zu bleiben. Jetzt, wo ich in Hamburg bin, mache ich weiterhin jeden Morgen seinen Pilates-Kurs via Zoom.

    Jacopo Bellussi und Xue Lin in »Anna Karenina« © Kiran West

    Welche Rolle hat dich am meisten herausgefordert und wie?
    Ich würde Alexej Wronski in »Anna Karenina« sagen. Vielleicht ist es technisch gesehen nicht die schwierigste Rolle, aber es ist voller unterschiedlicher Farben. Um sie gut darzustellen und glaubwürdig zu machen, erfordert es viel innere Forschung. Auch die Tatsache, dass ich diese Rolle sehr schnell lernen musste, machte sie zu einer persönlichen Herausforderung. Als ich Wronski in der letzten Saison zum ersten Mal tanzen durfte, hatte ich mit meiner Anna (Xue Lin) nur sechs Tage, um zu proben, da ich für diese Rolle zunächst nicht vorgesehen war. Es war eine sehr kurze Probenzeit, die wahnsinnig intensiv und so schön war, dass ich persönlich daran gewachsen bin.

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Drama.

    Bücher oder Filme?
    Filme.

    Zuhören oder Sprechen?
    Zuhören.

    Frühaufsteher oder Nachteule?
    Frühaufsteher.

    Sommer oder Winter?
    Sommer.

    Berge oder Meer?
    Meer.

    Familie oder Freunde?
    Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee.

    Kochen oder Bestellen?
    Kochen.

    Alster oder Elbe?
    Alster.

    Nathalia Schmidt

  • Steckbrief: Edvin Revazov

    Steckbrief: Edvin Revazov

    Im »Steckbrief« stellen sich unsere Tänzerinnen und Tänzer vor, hier kommt Edvin Revazov.

    Name: Edvin Revazov
    Geburtsdatum und -ort: 30.12.83 in Sevastopol. Ukrainer.
    Engagement: Hamburg Ballett seit 2003, Solist ab 2007, Erster Solist ab 2010

    Lieblingsfarbe: Marineblau
    Lieblingsfilm:
    »Andrej Rubljow« von Andrei Tarkowski
    Lieblingssong:
    Es gibt so viele wundervolle Künstler, da ist es schwer nur einen auszuwählen.

    Wenn ich kein Tänzer wäre, wäre ich …
    … Architekt; auch wenn mir die Vorstellung kein Tänzer zu sein sehr schwer fällt, denn ich habe im Alter von dreieinhalb Jahren damit angefangen. An der Architektur fasziniert mich die Balance zwischen emotional-visueller Kunst und präziser Wissenschaft.

    Wie und womit verbringst du deine Zeit in Quarantäne? / Dein Corona DIY-Tipp?
    Im Allgemeinen versuche ich physisch aktiv zu bleiben. Ballett- und Kraft- bzw. Ausdauertraining gehören zu meiner täglichen Routine. Mit Anna [Laudere] und unserem Hund Zickzack entdecke ich neue, ruhige Orte. Ich spreche mit meiner großen Familie oder repariere mit Sashas [Alexandr Trusch] Hilfe meinen 1966 Mustang.

    Edvin Revazov bei der Kreation von »Shakespeare – Sonette« © Kiran West

    Du bist auch immer wieder als Choreograf tätig. Woher holst du dir die Inspiration?
    Das hängt vom Thema ab. Inspiration ist nichts, das man bekommt, wenn man sitzt, wartet und hofft, dass es einem im erwünschten Moment in den Schoß fällt – diesen Luxus erfährt man selten. Inspiration ist Arbeit. Für mich ist es das Wichtigste Atmosphäre zu kreieren. Dabei geht es oft um eine Art, wie etwas physisch umgesetzt wird. Als ich zum Beispiel »zozula« kreiert habe, habe ich mich von Vögeln inspirieren lassen. Also waren alle Bewegungen so kreiert, wie kleine Vögel aussehen: so tief wie möglich auf dem Boden, die bestimmte Art, wie sie ihre Köpfe bewegen, ihre Schlichtheit, aber auch wie merkwürdig sie in unseren Augen manchmal aussehen.

    Und natürlich habe ich viel Glück mit John Neumeier einen unglaublichen Choreografen seit Jahren dabei beobachten zu können, wie seine Ballette geboren werden! Von ihm versuche ich so viel zu lernen wie ich nur kann!

    Dies oder Das …

    Comedy oder Drama?
    Beides.

    Bücher oder Filme?
    Sowohl als auch.

    Zuhören oder Sprechen?
    Weder noch 🙂 Nun, ich bin eher introvertiert, daher macht mir jede Form der Kommunikation Mühe.

    Frühaufsteher oder Nachteule?
    Nachteule.

    Sommer oder Winter?
    Frühling.

    Berge oder Meer?
    Beides. Ich bin auf der Krim aufgewachsen, wo wir Berge haben, die direkt am Strand sind.

    Familie oder Freunde?
    Familie.

    Tee oder Kaffee?
    Kaffee und Tee.

    Kochen oder Bestellen?
    Selbstgekochtes Essen von meiner Frau.

    Alster oder Elbe?
    Elbe.

    Lisa Zillessen